In Rümlang im Kanton Zürich haben Aktivisten am Montag eine Protestaktion gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) durchgeführt. Sie spannten ein grosses Transparent auf einem Feld nahe des Flughafens Zürich auf. Die Botschaft richtete sich direkt an die Teilnehmenden des WEF und forderte Milliardäre auf, Steuern zu zahlen.
Wichtige Fakten
- Protestaktion fand in Rümlang ZH statt.
- Aktivisten forderten mit Transparent: «Milliardäre, zahlt Steuern.»
- Die Kantonspolizei Zürich schritt schnell ein und entfernte das Banner.
- Die Aktion fiel mit dem Start des WEF in Davos zusammen.
Aktion bei Ankunft der Privatjets
Die Aktivisten wählten den Standort in Rümlang strategisch. Das Feld liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafens Zürich, einem wichtigen Ankunftspunkt für viele Teilnehmende des Weltwirtschaftsforums. Das Ziel war, die Botschaft an die anfliegenden Privatjets zu richten. Ein Beobachter vor Ort berichtete, dass die Gruppe das Banner schnell aufspannte.
Das Transparent trug die Aufschrift: «Hey, Davos-Milliardäre: Haltet den Mund und zahlt eure Steuern.» Diese direkte Ansprache unterstreicht die Hauptforderung der Protestierenden nach mehr Steuergerechtigkeit.
Faktencheck
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) findet jährlich in Davos statt. Es bringt führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um über globale Herausforderungen zu diskutieren.
Schnelles Eingreifen der Polizei
Der Protest war von kurzer Dauer. Bereits wenige Minuten nach dem Aufspannen des Banners traf die Kantonspolizei Zürich am Ort des Geschehens ein. Zwei Polizisten betraten das Feld und räumten das Transparent umgehend zusammen.
«Zwei Polizisten haben nach kurzer Zeit das Feld betreten und das Banner wieder zusammengeräumt», berichtete ein Augenzeuge.
Die Kantonspolizei Zürich bestätigte den Einsatz auf Anfrage. Solche Aktionen während des WEF sind in der Region nicht ungewöhnlich und führen regelmässig zu Polizeieinsätzen.
Sichtbarkeit der Botschaft fraglich
Ob die Botschaft des Transparents tatsächlich von den Anreisenden in den Privatjets wahrgenommen wurde, ist fraglich. Ein Beobachter äusserte Zweifel daran, da es am Montagmorgen in der Region sehr neblig war.
Der Nebel hätte die Sichtbarkeit des grossen Banners erheblich beeinträchtigen können, obwohl es auf einem offenen Feld platziert war. Trotzdem sendeten die Aktivisten eine klare Botschaft an die Öffentlichkeit und die Teilnehmenden des WEF.
Hintergrund der Proteste
Proteste gegen das Weltwirtschaftsforum sind ein wiederkehrendes Phänomen. Aktivisten nutzen die globale Aufmerksamkeit, die das WEF generiert, um auf Themen wie soziale Ungleichheit, Steuergerechtigkeit und Klimawandel aufmerksam zu machen. Diese Aktionen finden oft in der Nähe von Anreisewegen oder in den Städten rund um Davos statt.
Wiederkehrendes Katz-und-Maus-Spiel
Einige Beobachter beschreiben die Situation als ein jährliches Katz-und-Maus-Spiel zwischen Aktivisten und der Polizei. Jedes Jahr versuchen verschiedene Gruppen, ihre Botschaften während des WEF zu platzieren, während die Behörden die öffentliche Ordnung aufrechterhalten.
Diese wiederholten Aktionen zeigen, dass das WEF für viele ein Symbol für globale Ungleichheit ist. Die Forderung nach Steuergerechtigkeit für Milliardäre ist ein zentrales Anliegen vieler globalisierungskritischer Bewegungen.
Reaktionen und Diskussionen
Die Aktion hat bereits erste Diskussionen ausgelöst. Einige Kommentatoren sehen die Polizei in der Rolle, die Interessen der Eliten zu schützen, während andere die Proteste als «unsinnige Aktionen» abtun. Die Debatte um die Rolle des WEF und die Verteilung von Reichtum bleibt aktuell.
Solche Aktionen, auch wenn sie schnell beendet werden, tragen dazu bei, die öffentliche Diskussion über wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen anzustossen. Sie zeigen die Spannungen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen auf.
Bedeutung des Standortes Rümlang
Rümlang ist aufgrund seiner Nähe zum Flughafen Zürich ein strategischer Ort für solche Proteste. Der Flughafen dient als wichtiges Drehkreuz für internationale Reisen, insbesondere für private Jets, die Personen zu Grossveranstaltungen wie dem WEF bringen.
Die Wahl dieses Standortes verdeutlicht den Wunsch der Aktivisten, eine möglichst breite und prominente Zielgruppe zu erreichen, auch wenn die tatsächliche Sichtbarkeit durch Wetterbedingungen beeinträchtigt war.





