Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstagnachmittag in Uerschhausen im Kanton Thurgau. Ein 70-jähriger Velofahrer erlitt bei einer Kollision mit einem Auto schwere Verletzungen und musste von einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden. Der Autofahrer hatte dem Velofahrer den Vortritt genommen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein 70-jähriger Velofahrer wurde bei einem Unfall in Uerschhausen TG schwer verletzt.
- Ein 71-jähriger Autofahrer missachtete den Vortritt des von rechts kommenden Radfahrers.
- Der Verletzte wurde nach der Erstversorgung mit einem Rega-Helikopter ins Krankenhaus geflogen.
- Die Kantonspolizei Thurgau hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.
Kollision an Kreuzung mit schweren Folgen
Der Unfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr an der Kreuzung der Stammheimerstrasse und der Nussbaumerstrasse. Ein 71-jähriger Mann war mit seinem Auto auf der Stammheimerstrasse in Richtung Buch bei Frauenfeld unterwegs. An der Kreuzung übersah er den von rechts kommenden, vortrittsberechtigten Velofahrer.
Durch den Zusammenprall wurde der 70-jährige Radfahrer auf die Strasse geschleudert. Er zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die genauen Umstände, die dazu führten, dass der Autofahrer den Velofahrer übersah, sind nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Rechtsvortritt an Kreuzungen
In der Schweiz gilt an Kreuzungen ohne spezielle Signalisation grundsätzlich der Rechtsvortritt. Das bedeutet, dass Verkehrsteilnehmer den von rechts kommenden Fahrzeugen den Vortritt gewähren müssen. Diese Regel gilt für alle Fahrzeuge, einschliesslich Fahrrädern. Die Missachtung des Rechtsvortritts ist eine häufige Unfallursache.
Schneller Einsatz der Rettungskräfte
Unmittelbar nach dem Unfall wurden die Rettungskräfte alarmiert. Ein Rettungsdienst traf rasch am Unfallort ein und leistete dem schwer verletzten Mann Erste Hilfe. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen wurde entschieden, ihn so schnell wie möglich in ein spezialisiertes Spital zu transportieren.
Ein Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega wurde aufgeboten, um den schonenden und schnellen Transport sicherzustellen. Nach der Stabilisierung durch das medizinische Personal vor Ort wurde der 70-Jährige ins Spital geflogen. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand liegen keine weiteren Informationen vor.
Einsätze der Rega bei Verkehrsunfällen
Die Rega wird häufig zu schweren Verkehrsunfällen gerufen, insbesondere wenn schnelle medizinische Versorgung oder ein schonender Transport notwendig ist. Im Jahr 2023 flog die Rega schweizweit über 20'000 Einsätze, ein erheblicher Teil davon betraf Opfer von Verkehrs- und Freizeitunfällen.
Polizei sichert Spuren am Unfallort
Die Kantonspolizei Thurgau hat die Ermittlungen zur Klärung des genauen Unfallhergangs aufgenommen. Der Kriminaltechnische Dienst war vor Ort, um Spuren zu sichern und den Unfallort zu dokumentieren. Solche Untersuchungen sind Standard bei Unfällen mit Schwerverletzten und helfen, die Ereignisse präzise zu rekonstruieren.
Neben den personellen Folgen entstand auch erheblicher Sachschaden. Die Polizei schätzt den Schaden an beiden Fahrzeugen auf mehrere tausend Franken. Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Rettungsarbeiten musste die Kreuzung zeitweise gesperrt werden, was zu leichten Verkehrsbehinderungen führte.
Sicherheit für Velofahrer im Fokus
Unfälle wie dieser rücken die Sicherheit von Velofahrern im Strassenverkehr erneut in den Fokus. Besonders an unübersichtlichen Kreuzungen ist gegenseitige Rücksichtnahme und eine vorausschauende Fahrweise entscheidend, um Kollisionen zu vermeiden.
Experten für Verkehrssicherheit betonen immer wieder die Wichtigkeit, als Autofahrer stets mit Velofahrern zu rechnen, insbesondere in Wohngebieten und auf Nebenstrassen. Für Velofahrer wiederum ist es ratsam, durch helle Kleidung und eine defensive Fahrweise ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, auch wenn sie vortrittsberechtigt sind.
"Auch bei eigenem Vortritt ist es für schwächere Verkehrsteilnehmer wie Velofahrer entscheidend, stets den Blickkontakt mit anderen Fahrern zu suchen und sich zu vergewissern, dass man gesehen wurde", so ein allgemeiner Rat von Verkehrssicherheitsexperten.
Die Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau werden nun zeigen, welche Faktoren bei diesem tragischen Unfall eine Rolle gespielt haben.





