Die winterlichen Verhältnisse auf den Strassen im Kanton Thurgau haben am Mittwochabend zu mehreren Verkehrsunfällen geführt. Zwischen 18:30 Uhr und 22:15 Uhr ereigneten sich drei Unfälle, bei denen insgesamt eine Person mittelschwer und zwei weitere leicht verletzt wurden. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Franken.
Wichtige Erkenntnisse
- Drei Unfälle innerhalb weniger Stunden im Kanton Thurgau.
- Eine Person mittelschwer, zwei Personen leicht verletzt.
- Vereiste und schneebedeckte Strassen als Hauptursache.
- Ein Fahrzeug war mit Sommerreifen unterwegs, was die Situation verschärfte.
- Gesamtschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Franken.
Erster Unfall auf der St. Gallerstrasse
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 18:30 Uhr auf der St. Gallerstrasse in Richtung Winden. Ein 33-jähriger Autofahrer verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug. Die Strasse war zu diesem Zeitpunkt vereist und schneebedeckt, was das Fahren erheblich erschwerte. Sein Auto geriet auf die Gegenfahrbahn.
Dort kollidierte der Wagen mit einem entgegenkommenden Auto, das von einer 25-jährigen Frau gesteuert wurde. Der 33-jährige Fahrer zog sich mittelschwere Verletzungen zu und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Die junge Autofahrerin blieb bei der Kollision unverletzt, erlitt aber einen Schock.
Unfallstatistik
- Uhrzeit: ca. 18:30 Uhr
- Beteiligte Fahrzeuge: 2
- Verletzte: 1 mittelschwer, 1 unverletzt
- Ursache: Vereiste und schneebedeckte Fahrbahn
Zweite Kollision in Herrenhof
Ein weiterer Unfall geschah kurz nach 20:30 Uhr in Herrenhof auf der Hauptstrasse in Richtung Amriswil. Ein 60-jähriger Autofahrer war hier unterwegs, als er kurz vor der Verzweigung mit der Schmittengasse in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Auch hier war die Fahrbahn rutschig.
Das Fahrzeug des 60-Jährigen geriet ebenfalls auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit dem Auto eines 18-Jährigen. Der ältere Fahrer blieb unverletzt. Der 18-jährige Fahrer und sein gleichaltriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Beide begaben sich selbstständig zur Kontrolle ins Spital.
«Die winterlichen Strassenverhältnisse erfordern höchste Aufmerksamkeit und angepasste Fahrweise», betont ein Sprecher der Kantonspolizei Thurgau.
Selbstunfall mit Sommerreifen auf Aumühlestrasse
Der dritte und letzte Unfall des Abends ereignete sich kurz nach 22:15 Uhr auf der Aumühlestrasse in Richtung Frauenfeld. Ein 40-jähriger Autofahrer verlor nach einer Linkskurve beim Weiler Aumühle die Kontrolle über sein Fahrzeug. Sein Auto kam von der Strasse ab und fuhr eine Böschung hinauf.
Das Fahrzeug überschlug sich mehrfach seitlich, bevor es rückwärts auf die Strasse zurückrollte. Schliesslich kam es auf dem Grünstreifen neben der Gegenfahrbahn zum Stillstand. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Wichtiger Hinweis
Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau stellten bei der Untersuchung fest, dass das verunfallte Fahrzeug mit zwei Sommerreifen unterwegs war. Dies ist ein entscheidender Faktor bei winterlichen Bedingungen und kann die Haftung auf Schnee und Eis erheblich beeinträchtigen.
Folgen der winterlichen Verhältnisse
Die Serie von Unfällen verdeutlicht die Gefahren, die winterliche Strassenverhältnisse mit sich bringen. Vereiste und schneebedeckte Fahrbahnen reduzieren die Haftung der Reifen drastisch. Dies erhöht das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, selbst bei moderaten Geschwindigkeiten.
Besonders kritisch wird die Situation, wenn Fahrzeuge nicht mit der passenden Bereifung ausgestattet sind. Sommerreifen bieten bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius und auf glatten Oberflächen kaum noch Grip. Dies verlängert den Bremsweg und erschwert das Lenken erheblich.
Sicherheitsmassnahmen im Winter
- Winterreifenpflicht: Obwohl in der Schweiz keine generelle Winterreifenpflicht besteht, empfiehlt die Polizei dringend, bei winterlichen Bedingungen auf Winterreifen umzusteigen.
- Angepasste Geschwindigkeit: Reduzieren Sie die Geschwindigkeit deutlich und halten Sie grösseren Abstand zu anderen Fahrzeugen.
- Vorsichtiges Lenken und Bremsen: Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen und abruptes Bremsen.
- Fahrzeugkontrolle: Überprüfen Sie regelmässig Bremsen, Beleuchtung und Scheibenwischer.
Der entstandene Sachschaden durch die drei Unfälle beläuft sich auf mehrere Zehntausend Franken. Die Kantonspolizei Thurgau weist eindringlich darauf hin, dass Autofahrer ihre Fahrzeuge den winterlichen Bedingungen anpassen und auf die richtige Bereifung achten müssen, um solche Vorfälle zu vermeiden und die Sicherheit auf den Strassen zu gewährleisten.





