Trotz globaler Unsicherheiten und wirtschaftlicher Herausforderungen zeigen sich Schweizer Führungskräfte optimistisch und voller Tatendrang für das Jahr 2026. Eine Umfrage unter Entscheidungsträgern der FRZ Flughafenregion Zürich, Wirtschaftsnetzwerk & Standortentwicklung, offenbart klare Schwerpunkte: Digitalisierung, künstliche Intelligenz, nachhaltige Geschäftsmodelle und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Schweiz stehen im Vordergrund. Persönliche Begegnungen und Mitarbeiterförderung bleiben dabei zentrale Anliegen.
Wichtige Erkenntnisse
- Künstliche Intelligenz wird 2026 in der Schweiz erwachsen und geht von der Experimentierphase zur Wertschöpfung über.
- Unternehmen setzen auf stärkere Spezialisierung und verstärkte abteilungsübergreifende Zusammenarbeit.
- Nachhaltigkeit und kreislauffähige Produkte sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit vieler Branchen.
- Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Ausbau von IT-Infrastrukturen haben hohe Priorität.
- Persönliche Kundenbindung und Mitarbeiterförderung bleiben trotz technologischem Fortschritt essenziell.
KI und digitale Transformation prägen das Jahr
Künstliche Intelligenz (KI) wird im Jahr 2026 einen entscheidenden Entwicklungsschritt vollziehen. René Zierler, Managing Director Switzerland bei Hewlett Packard Enterprise, betont, dass KI in der Schweiz „erwachsen wird“. Der Fokus verschiebt sich von reinen Experimenten hin zu skalierbarer Wertschöpfung. Unternehmen wie HPE unterstützen diesen Übergang, indem sie datenhoheitliche und sichere Innovationsumgebungen schaffen.
Nicolas Durville, der neue CEO der isolutions AG, unterstreicht dieses "Frontier Mindset" im Bereich KI. Er berichtet, dass sein Unternehmen massiv in die KI-Ausbildung der Mitarbeitenden investiert. Dies soll sicherstellen, dass KI konsequent im Arbeitsalltag genutzt wird und Kunden glaubwürdig durch ihre digitale Transformation begleitet werden können.
Faktencheck: KI in Schweizer Unternehmen
- 80% der Schweizer Unternehmen planen, KI in den nächsten drei Jahren zu implementieren oder auszubauen.
- 65% sehen in KI einen Weg, die Datenhoheit zu wahren und gleichzeitig Innovationen voranzutreiben.
- 40% der befragten Führungskräfte nennen die Ausbildung der Mitarbeiter als grösste Herausforderung bei der KI-Integration.
Stetiger Wandel als Chance
Claude Graf, Business Development KMU bei Swisscom, sieht den stetigen Wandel als Triebfeder für Energie und Innovation. Technologische Sprünge, neue Marktteilnehmer und verändertes Kundenverhalten fordern Unternehmen. Swisscom treibt die Transformation hin zu Sales, Delivery und Operations Excellence in den Bereichen Telco und IT voran. Graf freut sich darauf, Teil dieser herausfordernden und motivierenden Entwicklung zu sein.
Annabella Bassler, CFO von Ringier und Initiatorin von EqualVoice, hebt die Rolle von Ringier als innovationsgetriebenes Medien- und Technologieunternehmen hervor. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von KI, Daten und Menschen. Künstliche Intelligenz wird genutzt, um Daten gezielter einzusetzen, journalistische und unternehmerische Entscheidungen zu unterstützen und neue Produkte zu entwickeln. Gleichzeitig fördert Ringier mit EqualVoice das Engagement für Chancengleichheit, datenbasiert und messbar.
Spezialisierung und Resilienz als Erfolgsfaktoren
Kerstin Lehnert, Director Marketing & Transformation bei Randstad Schweiz, betont die Bedeutung konsequenter Spezialisierung. Durch das Aufbrechen interner Silos und verstärkte Cross-Department Collaboration bündelt Randstad Expertise für Wachstumssegmente wie Healthcare oder IT. Das Ziel ist es, menschliches Urteilsvermögen mit einem zukünftigen digitalen Marktplatz zu verbinden, um die Innovationskraft Schweizer Unternehmen zu sichern und Talenten präzise Karrierewege zu bieten.
Stefan Kühn, Leiter Regionaldirektion Zürich-Ostschweiz bei BDO AG, konzentriert sich darauf, Kunden beim Aufbau resilienter und zukunftsfähiger Geschäftsmodelle zu begleiten. Aktuelle Studien zeigen, dass geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und steuerliche Rahmenbedingungen die Schweizer Exportwirtschaft stark fordern. BDO setzt auf Smart-Business-Ansätze, Digital Trust und vorausschauende Steuerberatung, um Transparenz und Planungssicherheit zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Flughafenregion Zürich zu stärken.
"Sicherheit ist kein isoliertes Fachthema, sondern eine zentrale Voraussetzung für nachhaltiges wirtschaftliches Handeln, gesellschaftliches Vertrauen und den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt." – Elisabetta Carrea, Geschäftsführerin Swiss Safety Center AG
Nachhaltigkeit und Sicherheit im Fokus
Elisabetta Carrea, Geschäftsführerin der Swiss Safety Center AG, unterstreicht die Wichtigkeit von Sicherheit in allen Bereichen. Im Jahr 2026 leistet ihr Unternehmen weiterhin einen substanziellen Beitrag zur Sicherheit in der Schweiz. Dies geschieht durch Prüfungen, Zertifizierungen, Schulungen und Expertise. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz der Umwelt, da technische Sicherheit, Arbeitssicherheit und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden sind. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und Normen sachgerecht umzusetzen.
Dipek Khunti, Chief Solution Officer bei Copytrend AG, sieht 2026 als Jahr der konsequenten Weiterentwicklung strategischer Schwerpunkte. Das digitale Bauen wird eine zentrale Rolle spielen. Copytrend möchte nachhaltigen und messbaren Mehrwert für Projektbeteiligte schaffen, insbesondere durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und die Automatisierung bei Kunden.
Hintergrund: FRZ Flughafenregion Zürich
Die FRZ Flughafenregion Zürich ist ein wichtiges Wirtschaftsnetzwerk und eine Standortentwicklungsorganisation. Sie fördert den Austausch zwischen Unternehmen und Entscheidungsträgern, um die wirtschaftliche Attraktivität der Region zu stärken. Die Jahrespartner der FRZ geben regelmässig Einblicke in ihre strategischen Ziele und Erwartungen für die kommenden Jahre.
Kundenerlebnis und neue Märkte
Francesca Pusceddu, Geschäftsführerin Porsche Zentrum Winterthur AMAG First AG, freut sich auf die Eröffnung der neuen Porsche-Destination in Winterthur nach einer intensiven Umbauphase. Die Modernisierung der Räumlichkeiten und die Emotionalisierung des gesamten Kundenerlebnisses sollen neue Massstäbe setzen.
Stephan Hässig, Leiter Firmenkunden bei der Migros Bank AG, betont die menschliche Komponente. Die Migros Bank begleitet Immobilieninvestoren und Unternehmer in geopolitisch unsicheren Zeiten mit ganzheitlicher Beratung und Expertise. Individuelle Lösungen in Finanzierung, Leasing und Finanzberatung stehen im Vordergrund, um den Erfolg der Kunden zu gestalten.
Andreas Breschan, Geschäftsführer der Hörmann Schweiz AG, plant für 2026 ein "Feuerwerk an Aktivitäten", um Kunden zu begeistern und weiter zu wachsen. Persönliche Highlights sind die Swissbau im Januar und der Family-Day im Frühsommer. Hörmann dringt mit Produkten wie Stauraumsystemen, Beschattung und Insektenschutz in neue Märkte vor und freut sich auf die Entwicklung dieser Segmente.
Jubiläen und Kommunikation
Wolfgang Klein, CEO der Klein Computer System AG, feiert 2026 das 40-jährige Jubiläum seines Unternehmens. Die geplanten Jubiläumsaktivitäten sollen zeigen, wie Hybrid Cloud, KI und verlässlicher Betrieb zusammenwirken. Das Unternehmen wird neue Servicebausteine einführen und nachhaltige Lifecycle- und Kreislaufwirtschafts-Angebote ausbauen, immer mit Blick auf Sicherheit und Effizienz für KMU und grosse Organisationen in der Schweiz.
Daniel Sinn, Leiter Marktbeziehungen bei Stämpfli Kommunikation, freut sich auf den weiteren Ausbau der Kommunikationsagentur. Ein zentraler Fokus liegt auf der Verbindung von Strategie, Kreation und Technologie, insbesondere durch den verstärkten Einsatz der Web-to-Print-Marketingplattform Smart Lab und eines neuen Content-Systems. Dies soll integrierte, effiziente und skalierbare Kommunikationsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen.
Ueli Graf, CEO der Witzig Alteco Digital Services AG, ist bis Ende Mai 2026 in ein umfangreiches IT-Print-Grossprojekt involviert. Die Herausforderung, konstant zu liefern, ist für ihn spannend und macht stolz. Er freut sich zudem auf persönliche Begegnungen mit allen Mitarbeitenden beim traditionellen Grillfest vor den Sommerferien.
Innovation und langlebige Lösungen
Jan Remmert, Commercial Excellence Director bei Saint-Gobain Switzerland, freut sich auf jedes Projekt, bei dem Probleme der Zielgruppe noch besser gelöst werden können. Er hebt hervor, dass diese Lösungen idealerweise auch die Nachhaltigkeitsambitionen der Auftraggebenden sichern sollten. Regulatorische Anpassungen, die dies erleichtern, sind willkommen.
Dipek Khunti, Chief Solution Officer bei Copytrend AG, wird die strategischen Schwerpunkte von 2025 konsequent weiterentwickeln. Er freut sich darauf, Kunden erfolgreicher zu machen und spannende Projekte zu gewinnen, insbesondere in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen und der Entwicklung innovativer Lösungen. Das digitale Bauen spielt dabei eine zentrale Rolle, um nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.
Dipek Khunti, CEO der Drawag AG, betont, dass Zukunft aus Erfahrung entsteht. Drawag vereint über 100 Jahre Metallverarbeitung mit modernen Technologien. Für 2026 freut sich das Unternehmen darauf, intelligente, nachhaltige und langlebige Lösungen für den öffentlichen Raum weiterzuentwickeln. Der Anspruch, Produkte konsequent kreislauffähig zu gestalten, gilt für das gesamte Portfolio.



