Die Schweizer Traditionsmarke Switcher feiert ein bemerkenswertes Comeback. Nach Jahren der Neuausrichtung eröffnet das Unternehmen am 1. Dezember seinen ersten eigenen Laden im Seen Center in Winterthur. Dieser Schritt markiert die Rückkehr der Marke in den stationären Handel, nachdem sie 2016 Insolvenz anmelden musste.
Wichtige Punkte
- Switcher eröffnet am 1. Dezember einen neuen Laden in Winterthur.
- Dies ist die erste stationäre Filiale seit der Insolvenz im Jahr 2016.
- Das Geschäft im Seen Center umfasst eine Fläche von 80 Quadratmetern.
- Die Marke setzt auf ein integriertes Online- und Offline-Einkaufserlebnis.
- Das Sortiment ist neu auf moderne Konsumentenbedürfnisse ausgerichtet.
Ein Neustart nach schwierigen Jahren
Die Insolvenz im Mai 2016 war ein harter Schlag für Switcher. Damals verloren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Anstellung. Der gesamte Restbestand von 467.123 Kleidungsstücken wurde versteigert. Vier Jahre später, im Jahr 2020, wagte die Marke einen Relaunch. Dieser erfolgte jedoch zunächst ausschliesslich im E-Commerce.
Nun geht Switcher den nächsten wichtigen Schritt. Mit der Eröffnung des Geschäfts in Winterthur kehrt die Marke in den physischen Verkauf zurück. Dies ist ein Zeichen für den Glauben an ein hybrides Geschäftsmodell, das digitale und analoge Einkaufswelten verbindet.
Hintergrund der Marke Switcher
Switcher wurde 1981 von Robin Cornelius in Lausanne gegründet. In den 2000er-Jahren etablierte sich die Marke fest auf dem Schweizer Markt. Sie betrieb über 100 Franchise- und eigene Stores im ganzen Land. Das Unternehmen war bekannt für seine Freizeitkleidung und sein Engagement für nachhaltige Produktion. Die Insolvenz 2016 beendete diese Ära vorübergehend.
Das neue Konzept: Online und Offline verbinden
Der neue Laden im Seen Center in Winterthur erstreckt sich über eine Fläche von 80 Quadratmetern. Er soll mehr sein als nur ein Verkaufsort. Switcher verfolgt die Vision, einen Raum zu schaffen, in dem Online- und Offline-Shopping nahtlos ineinandergreifen.
Kunden können im Geschäft Kleidung anprobieren und sich diese direkt nach Hause liefern lassen. Ebenso ist es möglich, online bestellte Ware im Laden abzuholen oder zu retournieren. Dieses integrierte Konzept soll den modernen Bedürfnissen der Konsumenten gerecht werden.
«Wir wollen nicht einfach einen stationären Verkaufspunkt eröffnen, sondern Orte schaffen, an denen Online und Offline zusammenfliessen. Im Shop probieren und nach Hause liefern lassen, online bestellen und im Shop abholen oder retournieren – all das wird bei uns nahtlos funktionieren.»
Nachhaltigkeit als Kernwert
Unter dem Markenversprechen «Made with respect» hat Switcher sein gesamtes Sortiment neu ausgerichtet. Der Fokus liegt auf den Anforderungen moderner und bewusster Konsumenten. Dies beinhaltet auch einen starken Akzent auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Produktion.
Nach der Insolvenz hat sich Switcher darauf konzentriert, seine Lieferketten und Produktionsprozesse zu überprüfen und zu optimieren. Das neue Sortiment spiegelt dieses Engagement wider. Es soll Produkte bieten, die ethischen und ökologischen Standards entsprechen.
Zahlen und Fakten zum Comeback
- Gründungsjahr: 1981 in Lausanne
- Insolvenz: Mai 2016
- Online-Relaunch: 2020
- Eröffnung des ersten neuen Ladens: 1. Dezember in Winterthur
- Ladenfläche in Winterthur: 80 Quadratmeter
- Ehemalige Filialen: Über 100 in der ganzen Schweiz
Ambitionierte Ziele für die Zukunft
Marc Joss, der CEO von Switcher, zeigt sich erfreut über die Neueröffnung. Er ist stolz auf die Leistungen seines Teams in kurzer Zeit. Die Vision ist klar: Switcher soll wieder zu einer starken und verantwortungsvollen Schweizer Marke werden. Das Unternehmen strebt an, langfristig wieder das Niveau von über 100 Filialen zu erreichen.
Dieses ehrgeizige Ziel unterstreicht den Optimismus und das Vertrauen in das neue Geschäftsmodell. Die Rückkehr in den stationären Handel ist ein entscheidender Schritt auf diesem Weg. Es ermöglicht Switcher, wieder direkten Kontakt zu seinen Kunden aufzunehmen.
Die Eröffnung in Winterthur ist somit mehr als nur eine Geschäftseröffnung. Sie ist ein Symbol für Resilienz und Neuanfang. Die Marke möchte zeigen, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und gestärkt in die Zukunft blickt. Die Verbindung von Tradition und Innovation steht dabei im Mittelpunkt.
Die lokale Gemeinschaft in Winterthur darf sich auf ein neues Einkaufserlebnis freuen. Switcher bringt nicht nur Kleidung zurück, sondern auch eine Geschichte von Widerstandsfähigkeit und Anpassung an die sich wandelnden Marktbedingungen.





