Die Stimmbevölkerung von Stammheim hat sich deutlich für die Sanierung und Erweiterung des Werkhofs «Frauwies» in Unterstammheim ausgesprochen. Ein Kredit von 3,395 Millionen Franken wurde mit einer klaren Mehrheit von 70,1 Prozent angenommen. Dieses Ergebnis markiert einen wichtigen Schritt für die Modernisierung der kommunalen Infrastruktur.
Wichtige Punkte
- Stammheim genehmigt Kredit von 3,395 Millionen Franken für Werkhof «Frauwies».
- 70,1 Prozent der Stimmenden sprachen sich für das Projekt aus.
- Der Werkhof wird saniert, um ein Stockwerk erweitert und energetisch modernisiert.
- Forst- und Werkdienst werden künftig am selben Standort zusammengeführt.
- Die Stimmbeteiligung lag bei 50,7 Prozent.
Klarer Entscheid für die Zukunft des Werkhofs
Die Abstimmung über den Werkhof «Frauwies» in Unterstammheim fand heute statt und zeigte ein starkes Votum der Bevölkerung. Insgesamt wurden 749 Ja-Stimmen und 319 Nein-Stimmen abgegeben. Die hohe Zustimmungsrate von 70,1 Prozent unterstreicht die breite Akzeptanz des Projekts in der Gemeinde.
Der Werkhof ist seit 30 Jahren in Betrieb und benötigt eine umfassende Modernisierung. Das Projekt sieht vor, das bestehende Gebäude nicht nur zu sanieren, sondern auch um ein zusätzliches Stockwerk zu erweitern. Dies schafft dringend benötigten Raum und ermöglicht eine effizientere Nutzung der Infrastruktur.
Zahlen und Fakten
- Kreditvolumen: 3,395 Millionen Franken
- Zustimmung: 70,1 Prozent (749 Ja-Stimmen)
- Ablehnung: 29,9 Prozent (319 Nein-Stimmen)
- Stimmbeteiligung: 50,7 Prozent
- Betriebsdauer des Werkhofs: 30 Jahre
Forst- und Werkdienst unter einem Dach
Ein zentrales Ziel der Erweiterung ist die Zusammenführung des Forst- und Werkdienstes an einem gemeinsamen Standort. Diese Konsolidierung soll Synergien schaffen und die betrieblichen Abläufe optimieren. Bisher waren die Dienste möglicherweise auf verschiedene Standorte verteilt, was zu Ineffizienzen führen konnte.
Im Zuge der Umbauarbeiten sind neue Werkstätten, Büros und Lagerflächen geplant. Diese neuen Räumlichkeiten sollen den Mitarbeitenden moderne und funktionale Arbeitsbedingungen bieten. Eine verbesserte Infrastruktur trägt massgeblich zur Produktivität und Arbeitszufriedenheit bei.
«Die Zusammenführung unserer Dienste an einem modernen, zentralen Standort wird unsere Effizienz erheblich steigern und die Zusammenarbeit erleichtern.»
Fokus auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Neben der funktionalen Erweiterung legt das Projekt einen starken Fokus auf die energetische Modernisierung des gesamten Gebäudes. Eine der wichtigsten Massnahmen ist die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Diese Anlage wird einen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort produzieren und somit die Betriebskosten senken sowie die Umweltbilanz verbessern.
Das derzeit im Gebäude untergebrachte Salzlager wird durch ein grosses Salzsilo ersetzt, das aussen positioniert wird. Diese Neuerung schafft nicht nur mehr Platz im Inneren des Werkhofs, sondern verbessert auch die Lagerbedingungen für das Streusalz, welches besonders in den Wintermonaten von grosser Bedeutung ist.
Hintergrund der Abstimmung
Die Gemeinde Stammheim, bestehend aus Oberstammheim, Unterstammheim und Waltalingen, entscheidet regelmässig über wichtige Investitionen und Projekte. Solche Abstimmungen sind ein grundlegender Bestandteil der direkten Demokratie in der Schweiz und ermöglichen es der Bevölkerung, direkt über die Nutzung öffentlicher Gelder zu bestimmen. Projekte wie der Werkhof sind essenziell für die Aufrechterhaltung der kommunalen Dienstleistungen.
Auswirkungen auf die Gemeinde
Die Annahme des Kredits hat weitreichende positive Auswirkungen auf die Gemeinde Stammheim. Der modernisierte Werkhof stellt sicher, dass der Forst- und Werkdienst auch in Zukunft seine Aufgaben effizient erfüllen kann. Dies betrifft die Pflege öffentlicher Flächen, den Unterhalt der Infrastruktur und den Winterdienst.
Die Investition in die Infrastruktur stärkt die langfristige Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Durch die energetische Sanierung und die Fotovoltaikanlage werden zudem langfristig Betriebskosten eingespart, was dem Gemeindebudget zugutekommt. Es ist eine Investition in eine nachhaltige und effiziente Zukunft.
Die hohe Stimmbeteiligung von 50,7 Prozent zeigt das grosse Interesse der Bevölkerung an kommunalen Angelegenheiten. Es verdeutlicht, dass die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Gemeinde mitwirken möchten. Der klare Entscheid ist ein Mandat für die Gemeindeverwaltung, das Projekt zügig umzusetzen und die versprochenen Verbesserungen zu realisieren.
Blick auf ähnliche Projekte
Stammheim ist nicht die einzige Gemeinde, die in ihre Werkhof-Infrastruktur investiert. In der Region gab es in jüngster Zeit ähnliche Projekte:
- Beringen: Ein neuer Werkhof wurde kürzlich genehmigt.
- Neuhausen: Die Stimmbevölkerung sagte Ja zur Aufwertung des Verkehrsgartens, ein Infrastrukturprojekt mit breiter Unterstützung.
- Rafz: Auch hier gab es eine Abstimmung, die zu einer Kapitalerhöhung für die Peteracker AG führte.
Diese Beispiele zeigen einen Trend zur Modernisierung und Anpassung kommunaler Infrastrukturen an aktuelle Bedürfnisse und Standards.





