Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) geht in die Winterruhe. Dies markiert eine entscheidende Phase im Kampf gegen die invasive Art. Die Behörden in Zürich und die Bevölkerung bereiten sich bereits auf das Frühjahr vor. Dann beginnt die Suche nach Primärnestern erneut. Diese Nester sind leichter zu finden und zu entfernen.
Wichtige Erkenntnisse
- Die Asiatische Hornisse geht in die Winterruhe.
- Die Suche nach Nestern beginnt im März wieder.
- Primärnester sind im Frühling leichter zu finden.
- Bürger sollen Hornissen mit gelben Beinen melden.
- Die Meldung erfolgt über eine nationale Plattform.
Zürcher Behörden danken für Mithilfe
Die Stadt- und Kantonsbehörden in Zürich haben sich bei der Bevölkerung bedankt. Viele Anwohner meldeten Sichtungen der Asiatischen Hornisse. Sie stellten auch Lockgläser auf und beobachteten die Flugrichtungen der Tiere. Diese Mithilfe war entscheidend. Sie unterstützte die Suche nach Nestern erheblich. Auch Imker leisteten wichtige Beiträge.
Besonders die Imker in den betroffenen Gebieten zeigten grosses Engagement. Ihre Kenntnisse und ihre praktische Unterstützung waren bei der Nestsuche unerlässlich. Ohne ihre Hilfe wäre die Lokalisierung der Nester deutlich schwieriger gewesen.
Faktencheck: Asiatische Hornisse
- Herkunft: Südostasien
- Grösse: Königinnen bis zu 3 cm, Arbeiterinnen 2-2.5 cm
- Merkmale: Dunkler Körper, gelbe Beine, orangefarbener Kopf
- Ernährung: Hauptsächlich Insekten, darunter Honigbienen
- Gefahr: Bedrohung für heimische Bienenpopulationen
Winterpause und Blick auf den Frühling
Aktuell ziehen sich die Jungköniginnen der Asiatischen Hornisse zurück. Sie suchen geschützte Orte für ihre Winterruhe. Diese Phase ist entscheidend für den Fortpflanzungszyklus der Art. Im nächsten Frühling, voraussichtlich ab März, werden diese Königinnen wieder aktiv. Sie beginnen dann mit der Suche nach geeigneten Standorten für den Nestbau.
Die ersten Nester, sogenannte Primärnester, entstehen oft in der Nähe von Häusern oder in Hecken. Diese Nester sind zu Beginn noch relativ klein. Ihre Lage macht sie leichter auffindbar. Das Entfernen dieser Primärnester ist von grosser Bedeutung. Es verhindert die Entstehung grösserer Sekundärnester.
„Die Winterruhe gibt uns eine kurze Atempause. Aber wir müssen den Fokus auf den kommenden Frühling richten. Dann ist die Bevölkerung erneut gefragt.“
Herausforderung Sekundärnester
Spätere Sekundärnester der Asiatischen Hornisse befinden sich oft hoch in Baumkronen. Ihre Höhe erschwert die Entdeckung und Entfernung erheblich. Deshalb ist die frühe Erkennung der Primärnester im Frühling so wichtig. Jedes frühzeitig entfernte Nest kann die Ausbreitung der Art verlangsamen.
Die Behörden bitten die Bürgerinnen und Bürger, schon im März aufmerksam zu sein. Sobald die Witterung es zulässt, beginnen die Königinnen mit dem Nestbau. Ein wachsames Auge der Bevölkerung ist hierbei der beste Schutz.
Hintergrund: Invasive Arten
Invasive Arten sind Tier- oder Pflanzenarten, die von Menschen absichtlich oder unabsichtlich in ein neues Gebiet gebracht werden. Dort verdrängen sie einheimische Arten oder schädigen Ökosysteme. Die Asiatische Hornisse ist ein Beispiel für eine solche invasive Art in Europa. Sie bedroht vor allem die westliche Honigbiene.
Die Bekämpfung invasiver Arten erfordert oft eine koordinierte Anstrengung von Behörden, Wissenschaftlern und der Bevölkerung. Frühzeitiges Handeln ist dabei entscheidend, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.
Was die Bevölkerung im Frühling tun kann
Ab März, je nach Wetterlage, sollen die Einwohnerinnen und Einwohner nach bestimmten Hornissen Ausschau halten. Gesucht werden dunkle Hornissen mit gelben Beinen. Dies sind die charakteristischen Merkmale der Asiatischen Hornisse. Ein Foto der gesichteten Tiere ist dabei sehr hilfreich.
Diese Fotos können über die nationale Meldeplattform für die Asiatische Hornisse gemeldet werden. Die Plattform ist ein zentrales Instrument zur Erfassung von Sichtungen. Jede Meldung hilft den Experten, die Verbreitung der Art zu überwachen und Nester zu lokalisieren.
- Ausschau halten: Ab März nach dunklen Hornissen mit gelben Beinen suchen.
- Fotografieren: Wenn möglich, ein klares Foto der Hornisse machen.
- Melden: Die Sichtung mit Foto auf der nationalen Meldeplattform einreichen.
Die Identifikation der Asiatischen Hornisse ist wichtig. Sie unterscheidet sich von der heimischen Europäischen Hornisse. Die Asiatische Hornisse ist im Allgemeinen dunkler. Ihre Beine sind auffallend gelb gefärbt. Die Europäische Hornisse hat eher rötlich-braune und gelb-schwarze Muster.
Potenzielle Nester in Hottingen und Witikon
Es besteht die Möglichkeit, dass sich in den Zürcher Quartieren Hottingen und Witikon weitere Nester der Asiatischen Hornisse befinden. Die Behörden bitten die Anwohner dieser Gebiete um besondere Aufmerksamkeit. Auch hier gilt: Jede Sichtung ist wichtig und sollte gemeldet werden.
Die aktive Mithilfe der Bevölkerung ist ein Schlüsselfaktor im Management dieser invasiven Art. Die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, wie wertvoll die Beobachtungen der Bürger sind. Sie tragen direkt zur Effektivität der Bekämpfungsmassnahmen bei.
Die gemeinsame Anstrengung von Behörden, Imkern und der Bevölkerung ist entscheidend. Nur so kann die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse in der Schweiz eingedämmt werden. Der kommende Frühling wird eine weitere Bewährungsprobe darstellen.





