Ein 48-jähriger Rumäne wurde vom Bezirksgericht Bülach wegen mehrfachen Exhibitionismus, sexueller Belästigung und weiteren Delikten verurteilt. Das Gericht ordnete einen Landesverweis von drei Jahren an, nachdem der Mann in rund 20 Fällen in S-Bahnen im Raum Zürich und Aargau Frauen belästigt hatte.
Wichtige Erkenntnisse
- Der Täter belästigte Frauen in S-Bahnen im Raum Zürich und Aargau.
- Er wurde wegen Exhibitionismus, sexueller Belästigung und versuchten Diebstahls verurteilt.
- Das Gericht verhängte eine Geldstrafe, Busse und einen dreijährigen Landesverweis.
Häufige Taten in öffentlichen Verkehrsmitteln
Der Mann entblösste sich innerhalb eines Jahres in etwa 20 Fällen in S-Bahnen. Die Taten ereigneten sich hauptsächlich in und um Zürich sowie im angrenzenden Kanton Aargau. Er setzte sich dabei gezielt in die Nähe von Frauen und manipulierte an seinem entblössten Penis.
Die Belästigungen fanden meist am Nachmittag oder Abend statt. Diese Zeitpunkte sind typisch für Pendlerverkehr, was die Häufigkeit der Begegnungen erklären könnte.
Faktencheck
- Anzahl der Taten: Rund 20 Fälle innerhalb eines Jahres.
- Tatorte: S-Bahnen in und um Zürich sowie im Aargau.
- Tatzeiten: Meist am Nachmittag oder Abend.
Festnahmen und weitere Delikte
Der Beschuldigte wurde insgesamt dreimal festgenommen. Zwischenzeitlich kam er immer wieder frei, bis zu seiner dritten Festnahme im August, seit der er sich in Haft befand. Neben den sexuellen Delikten beging der Mann auch einen versuchten Diebstahl in einer Kirche in Bülach.
Die wiederholten Festnahmen zeigen, dass die Polizei intensiv ermittelt hat. Die Serie von Vorfällen führte zu einer erhöhten Aufmerksamkeit der Behörden.
«Die wiederholten Taten erforderten ein konsequentes Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.»
Die rechtliche Aufarbeitung
Das Verfahren gegen den 48-Jährigen wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt. Dies ist möglich, wenn der Beschuldigte die Taten umfassend gesteht und die Sachlage klar ist. Der Mann gestand alle ihm vorgeworfenen Delikte.
Dieses Vorgehen beschleunigt oft den Rechtsprozess und kann für alle Beteiligten entlastend wirken, wenn eine klare Schuldeinsicht vorliegt.
Hintergrund: Abgekürztes Verfahren
Ein abgekürztes Verfahren kommt zur Anwendung, wenn der Beschuldigte die ihm vorgeworfenen Taten vollumfänglich gesteht und einer beantragten Strafe zustimmt. Es dient der Verfahrensvereinfachung und -beschleunigung.
Das Urteil: Landesverweis und Geldstrafe
Das Bezirksgericht Bülach verurteilte den Rumänen wegen mehrfachen Exhibitionismus, sexueller Belästigung, versuchten Diebstahls und Sachbeschädigung. Das Urteil umfasst mehrere Komponenten.
Er erhielt eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 10 Franken. Zusätzlich wurde eine Busse von 800 Franken ausgesprochen. Die schwerwiegendste Massnahme ist jedoch der dreijährige Landesverweis.
Nach der Urteilsverkündung wurde der 48-Jährige aus der Haft entlassen und dem kantonalen Migrationsamt übergeben. Die bereits verbüsste Haft wird auf die Strafe angerechnet.
Auswirkungen des Landesverweises
Der Landesverweis bedeutet, dass der Mann die Schweiz für die Dauer von drei Jahren nicht betreten darf. Dies ist eine einschneidende Massnahme, die bei schwerwiegenden Delikten gegen die öffentliche Ordnung verhängt wird.
Solche Massnahmen sollen die Bevölkerung schützen und ein klares Signal setzen, dass solche Taten nicht toleriert werden.
Urteilsdetails
- Geldstrafe: 180 Tagessätze à 10 Franken.
- Busse: 800 Franken.
- Landesverweis: 3 Jahre.
- Verbüssung: Haftzeit wird angerechnet.
Bedeutung für die öffentliche Sicherheit
Der Fall unterstreicht die Bedeutung der Sicherheit im öffentlichen Raum, insbesondere in Verkehrsmitteln. Frauen sollen sich in Zügen und Bussen sicher fühlen können.
Die schnelle Verurteilung und der Landesverweis senden ein klares Zeichen gegen solche Übergriffe. Es zeigt, dass die Justiz solche Delikte ernst nimmt und Massnahmen ergreift, um die Bevölkerung zu schützen.
Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Gerichten und Migrationsbehörden ist in solchen Fällen entscheidend. Sie sorgt dafür, dass Täter zur Rechenschaft gezogen und entsprechende Konsequenzen durchgesetzt werden.
Die Bevölkerung kann durch erhöhte Wachsamkeit und das Melden verdächtiger Vorkommnisse einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leisten. Nur so können solche Täter identifiziert und gestoppt werden.





