Frauenfeld hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Stadtpräsident Claudio Bernold, seit etwas mehr als einem halben Jahr im Amt, blickt auf eine Zeit voller neuer Eindrücke und grosser Herausforderungen zurück. Die zweite Jahreshälfte war für ihn besonders prägend, geprägt von der Einarbeitung in komplexe Projekte, die die Stadt noch lange beschäftigen werden.
Wichtige Punkte
- Stadtpräsident Bernold erlebte nach seiner Wahl eine intensive Einarbeitungsphase.
- Grosse Projekte wie das Alterszentrum Park und die Stadtkaserne prägen die Agenda.
- Die Zentrumslasten sind ein zentrales Thema für Frauenfelds Finanzen.
- Die Abstimmung über die Casino-Sanierung ist entscheidend für die Stadtentwicklung.
- Bernold setzt sich für eine faire Verteilung der Zentrumslasten ein.
Ein Rückblick auf 2025: Herausforderungen und Highlights
Für Stadtpräsident Claudio Bernold war das Jahr 2025 in zwei Phasen unterteilt: die Zeit vor und nach seiner Wahl. Rückblickend beschreibt er die Phase nach der Wahl als deutlich spannender und prägender. Er konnte viele neue Menschen kennenlernen und erhielt einen tiefen Einblick in die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung.
Die Einarbeitung in die komplexen Abläufe und die aktive Beteiligung an zukünftigen Projekten forderte ihn stark. Die Zeit vor der Wahl war zwar auch intensiv, jedoch anders gelagert, hauptsächlich geprägt von seiner Rolle als Schulleiter und einem kurzen, aber anspruchsvollen Wahlkampf.
Faktencheck
- Claudio Bernold ist seit etwas mehr als einem halben Jahr Stadtpräsident.
- Die Zeit nach der Wahl war für ihn prägender als die Zeit davor.
- Er konnte sich bereits aktiv in wichtige Projekte einbringen.
Grosse Projekte fordern Frauenfeld
Besonders herausfordernd sind für Bernold Projekte, bei denen er nicht von Anfang an involviert war. Hier ist der Gestaltungsspielraum kleiner, und es geht darum, sich schnell einzuarbeiten und verantwortungsvoll weiterzumachen.
Aktuell stehen mehrere grosse und komplexe Vorhaben im Mittelpunkt. Dazu gehören die rechtliche Verselbstständigung des Alterszentrums Park, die Entwicklung der Stadtkaserne, die Überarbeitung des Personalreglements sowie die Diskussionen um die Verkehrssituation in Frauenfeld. Keines dieser Projekte ist bisher abgeschlossen; sie werden die Stadt noch eine Weile intensiv beschäftigen.
Zentrumslasten: Ein wichtiges Thema für die Region
Seit Herbst sind die Zentrumslasten ein grosses Thema in Frauenfeld. Die Stadt erbringt als Zentrum der Region zahlreiche Leistungen, die weit über ihre Grenzen hinaus genutzt werden. Dazu gehören die Schlossbadi, die Sportanlagen, das kulturelle Leben sowie Arbeitsplätze, Verkehrsanbindung, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung.
Diese Angebote kommen der gesamten Region zugute und machen Frauenfeld zu einem starken Zentrum. Es war entscheidend, auf die finanzielle Belastung durch diese Zentrumslasten aufmerksam zu machen, da die finanzielle Situation der Stadt angespannt ist.
"Frauenfeld leistet als Zentrum sehr viel für die gesamte Region. Unsere Angebote werden weit über die Stadtgrenzen hinaus genutzt."
Claudio Bernold, Stadtpräsident Frauenfeld
Die Stadt muss sparen und sorgfältig haushalten. Eine leichte Erhöhung des Steuerfusses ist schwierig, besonders da viele Gemeinden in der Region einen tieferen Steuerfuss haben oder diesen nur minimal anheben mussten. Es geht darum, die Stadt nicht kaputt zu sparen und gleichzeitig ein attraktives Angebot aufrechtzuerhalten. Deshalb setzt sich Bernold für eine faire und gerechtere Verteilung der Zentrumslasten ein, im Interesse von Frauenfeld und der gesamten Region.
Hintergrund: Zentrumslasten
Zentrumslasten bezeichnen die Kosten, die einer zentralen Gemeinde durch die Bereitstellung von Infrastruktur und Dienstleistungen entstehen, welche auch von Bewohnern umliegender Gemeinden genutzt werden. Beispiele sind Spitäler, Schulen, Kulturangebote und Sportanlagen.
Besondere Momente und die Bedeutung des Casinos
Ein einzelnes Highlight aus dem letzten Jahr zu nennen, fällt dem Stadtpräsidenten schwer, da er als Neuling im Amt viele positive Begegnungen hatte. Besonders einprägsam waren jedoch die sehr gut organisierten Leichtathletik-Schweizer-meisterschaften. Bernold war an beiden Tagen vor Ort und konnte sich mit wichtigen Persönlichkeiten wie Bundesrat Martin Pfister und Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic, austauschen.
Diese Veranstaltung zeigte eindrücklich, was Frauenfeld als Ort für Sport und Begegnungen leisten kann. Solche Ereignisse tragen zur Attraktivität und Strahlkraft der Stadt bei.
Das Casino Frauenfeld: Eine wichtige Abstimmung
Die Bewilligung des Kredits für die Casino-Sanierung durch den Gemeinderat ist ein starkes Zeichen für die breite politische Unterstützung des Projekts. Dies ist besonders wichtig, da eine frühere Abstimmung über den Verkauf des Casinos deutlich abgelehnt wurde. Das Casino Frauenfeld soll im Besitz der Stadt bleiben und weiterhin als wichtiger Veranstaltungsort dienen.
Die Stadt Frauenfeld blickt mit Zuversicht auf die kommende Volksabstimmung. Ein positives Ergebnis ist entscheidend für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt. Frauenfeld braucht auch in Zukunft einen grossen, vielseitig nutzbaren Veranstaltungsort, der über die Stadtgrenzen hinaus wirkt.
- Wirtschaftliche Entwicklung: Das Casino ist ein wichtiger Faktor für die lokale Wirtschaft.
- Kulturelles Angebot: Es bietet Raum für vielfältige kulturelle Veranstaltungen.
- Regionale Bedeutung: Ein gut funktionierendes Casino zieht Besucher aus der ganzen Region an.
Ausblick auf 2026: Finanzielle Gesundheit und neue Ziele
Für das kommende Jahr stehen mehrere zentrale Themen für den Stadtrat und Claudio Bernold im Fokus. Die rechtliche Verselbstständigung des Alterszentrums Park wird weiterhin politisch und organisatorisch intensiv beschäftigen. Eine hoffentlich positive Abstimmung zum Casino Frauenfeld ist von grosser Bedeutung.
Ebenfalls auf der Agenda steht die weitere positive Entwicklung der Stadtkaserne. Über allem steht jedoch die Frage, wie Frauenfeld finanziell gesund und nachhaltig in die Zukunft geführt werden kann. Diese Diskussion wird die Stadt intensiv begleiten und ist entscheidend für den Handlungsspielraum der kommenden Jahre.
Persönliche Ziele des Stadtpräsidenten
Klassische Neujahrsvorsätze sind für Claudio Bernold weniger relevant. Stattdessen hat er sich klare persönliche Ziele für sein Amt gesetzt. Er möchte weiterhin kraftvoll und hoch motiviert für die Stadt da sein. Dazu gehört, körperlich und mental fit zu bleiben, anstehende Projekte aktiv zu begleiten und zum Erfolg zu führen.
Es ist ihm wichtig, in der Stadt präsent zu sein und ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung zu haben. Gleichzeitig möchte er die Verwaltung in ihrer anspruchsvollen Arbeit positiv unterstützen und gute Rahmenbedingungen schaffen, damit sie ihre Aufgaben im Interesse von Frauenfeld bestmöglich erfüllen kann. Die Weihnachtstage nutzte er zur Erholung, zum Lesen und für sportliche Aktivitäten, aber auch, um Akten zu studieren und Themen zu reflektieren.
Ziele für 2026
- Rechtliche Verselbstständigung des Alterszentrums Park.
- Positive Abstimmung zum Casino Frauenfeld.
- Weiterentwicklung der Stadtkaserne.
- Sicherstellung der finanziellen Gesundheit Frauenfelds.





