Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben den Auftrag für den Busbetrieb im Gebiet Unterer Pfannenstiel neu vergeben. Ab Dezember 2026 wird die Eurobus welti-furrer AG die Linien bedienen. Dies folgt auf die Kündigung des langjährigen Betriebsvertrags durch das Familienunternehmen AZZK.
Wichtige Punkte
- Eurobus welti-furrer AG erhält Zuschlag für Buslinien im Unteren Pfannenstiel.
- Vertragsbeginn ist der 13. Dezember 2026, Laufzeit sechs Jahre mit Option auf Verlängerung.
- Auftragswert beträgt 84,24 Millionen Franken.
- Eurobus übernimmt 20 Fahrzeuge der bisherigen Betreiberin AZZK.
- Betrieb erfolgt von zwei Standorten: Zollikon und Oetwil am See.
Neuer Betreiber für wichtige Buslinien
Die Buslinien im Gebiet Unterer Pfannenstiel sind eine wichtige Verbindung für Tausende Pendler und Anwohner. Seit 1999 war die AZZK für den Betrieb der Linien 91, 910, 912, 916, 918 und 919 zuständig. Im November 2024 gab das über 90-jährige Familienunternehmen bekannt, den Betriebsvertrag mit den VBZ per Ende 2026 zu kündigen. Dies machte eine Neuausschreibung der Leistungen notwendig.
Die VBZ, als Konzessionärin dieser Linien, schrieben die Fahrleistungen daraufhin im Juni 2025 öffentlich aus. Vier Transportunternehmen reichten ihre Offerten ein. Die Bewertung erfolgte nach festgelegten Kriterien, wobei die Gesamtkosten mit 75 Prozent des Zuschlagsgewichts den grössten Anteil ausmachten.
Fakten zum Auftrag
- Auftragswert: 84,24 Millionen Franken (inkl. Mehrwertsteuer)
- Vertragsdauer: 6 Jahre, mit Option auf 4 Jahre Verlängerung
- Fahrzeuge: 20 Busse werden von AZZK übernommen
- Start des Betriebs: 13. Dezember 2026
Entscheidung für Eurobus welti-furrer AG
Der Stadtrat von Zürich hat den Auftrag nun an die Eurobus welti-furrer AG mit Sitz in Bassersdorf vergeben. Das Unternehmen konnte sowohl in Bezug auf die Kosten als auch auf die Qualität überzeugen. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf 84,24 Millionen Franken inklusive Mehrwertsteuer.
Der Vertrag, der auf Grundlage des Stadtratsentscheids von den VBZ abgeschlossen wird, beginnt mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026. Er hat eine Laufzeit von sechs Jahren und kann um weitere vier Jahre verlängert werden. Dies sichert die Busverbindungen in der Region für mindestens ein Jahrzehnt.
Bewertungskriterien im Detail
Die Offerten wurden nicht nur nach dem Preis beurteilt. Die VBZ legten auch Wert auf andere Aspekte. Neben den Gesamtkosten flossen weitere Kriterien mit einem Anteil von 25 Prozent in die Bewertung ein:
- Umsetzung & Betrieb
- Ökologische Nachhaltigkeit
- Soziale Verantwortung
Diese ganzheitliche Betrachtung unterstreicht das Bestreben, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch und sozial verantwortungsvoll zu handeln.
Hintergrund: Die AZZK
Die AZZK (Autobetriebe Zürichsee und Zürcher Oberland AG) war seit 1999 im Auftrag der VBZ für den Busbetrieb im Unteren Pfannenstiel zuständig. Das Familienunternehmen blickt auf eine mehr als 90-jährige Geschichte zurück. Die Kündigung des Vertrags erfolgte aufgrund einer Betriebsaufgabe.
Übergabe und zukünftiger Betrieb
Ein wichtiger Aspekt des Übergangs ist die Übernahme der bestehenden Infrastruktur. Die Eurobus welti-furrer AG wird die 20 Fahrzeuge der bisherigen Betreiberin AZZK übernehmen. Dies gewährleistet einen reibungslosen Übergang und vermeidet unnötige Investitionen in eine komplett neue Fahrzeugflotte.
Der Betrieb der Linien wird von zwei Standorten aus erfolgen. Einerseits von der bestehenden Garage an der Gustav-Maurer-Strasse in Zollikon. Andererseits wird die neue VBZ-Busgarage an der Eichbüelstrasse in Oetwil am See als zusätzlicher Stützpunkt dienen. Diese duale Strategie soll die Effizienz und Flexibilität des Betriebs sicherstellen.
Die Entscheidung für Eurobus welti-furrer AG ist ein wichtiger Schritt, um die Mobilität im Unteren Pfannenstiel langfristig zu sichern. Das Unternehmen hat uns mit einem überzeugenden Gesamtpaket beeindruckt, das sowohl wirtschaftliche als auch qualitative Aspekte berücksichtigt.
Rechtsweg bleibt offen
Der Vergabeentscheid ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig. Die unterlegenen Anbieter haben die Möglichkeit, den Entscheid beim kantonalen Verwaltungsgericht anzufechten. Dies ist ein üblicher Prozess bei öffentlichen Ausschreibungen dieser Grössenordnung und gibt allen Beteiligten die Möglichkeit, die Rechtmässigkeit des Verfahrens überprüfen zu lassen.
Die VBZ und Eurobus welti-furrer AG bereiten sich derweil auf den Betriebsstart Ende 2026 vor. Die Umstellung soll für die Fahrgäste möglichst nahtlos erfolgen und die gewohnte Servicequalität beibehalten.
Betroffene Buslinien
- Linie 91
- Linie 910
- Linie 912
- Linie 916
- Linie 918
- Linie 919
Die Neubesetzung des Betriebs im Unteren Pfannenstiel markiert einen bedeutenden Wandel für den öffentlichen Nahverkehr in dieser Region. Die kommenden Monate werden zeigen, wie die Übergabe verläuft und welche Neuerungen die Fahrgäste erwarten dürfen.





