Der Zoo Zürich feiert einen seltenen Erfolg: Ein Koala-Jungtier, das bereits Mitte Mai geboren wurde, hat sich nun erstmals den Tierpflegern und Besuchern gezeigt. Das kleine Beuteltier verbrachte die ersten sieben Monate seines Lebens geschützt im Beutel der Mutter Téa und wiegt inzwischen rund 300 Gramm.
Wichtige Erkenntnisse
- Koala-Jungtier im Zoo Zürich wurde bereits im Mai geboren.
- Das Jungtier zeigte sich erst nach sieben Monaten im Beutel.
- Es ist der erste Nachwuchs für die Koala-Eltern Téa und Tarni.
- Koala-Babys sind bei Geburt winzig und entwickeln sich im Beutel.
- Der Zoo hatte in der Vergangenheit mehrere Koala-Todesfälle.
Ein verborgenes Wachstum
Die Geburt des Koala-Jungtieres erfolgte nach einer Tragzeit von nur etwa 35 Tagen. Bei der Geburt sind Koala-Babys, sogenannte Joeys, extrem klein. Sie sind blind, nackt und kaum grösser als ein Gummibärchen. Ihr Gewicht beträgt zu diesem Zeitpunkt lediglich etwa 1 Gramm.
Instinktiv finden die Neugeborenen ihren Weg in den schützenden Beutel der Mutter. Dort ernähren sie sich von Muttermilch und wachsen heran. Innerhalb von sieben Monaten verdreihundertfachen sie ihr Geburtsgewicht auf durchschnittlich 300 Gramm.
Interessanter Fakt
Ein Koala-Baby wiegt bei der Geburt nur etwa 1 Gramm und ist blind und nackt. Es wächst im Beutel der Mutter bis zu einem Gewicht von rund 300 Gramm heran.
Erster Blick in die Welt
Der Zoo Zürich gab die Geburt erst jetzt bekannt, da auch das Personal das Jungtier erst vor Kurzem zum ersten Mal sehen konnte. Das Geschlecht des Koalas bleibt vorerst unbestimmt, um die natürliche Bindung zwischen Mutter und Kind nicht zu stören.
"Wir wollen die Mutter-Kind-Beziehung nicht stören", erklärte ein Mediensprecher des Zoos Zürich. "Das Wohl des Jungtiers steht an erster Stelle."
Die Aufzucht übernimmt die Mutter allein. Das Joey wird etwa 12 Monate bei ihr bleiben und in dieser Zeit alle wichtigen Verhaltensweisen für ein Koala-Leben erlernen. Dies ist entscheidend für seine zukünftige Entwicklung und Selbstständigkeit.
Ein besonderer Nachwuchs für Téa und Tarni
Für die Eltern Téa und Tarni, die einzigen Koalas im Zoo Zürich, ist dies der erste gemeinsame Nachwuchs. Der Koala-Bestand im Zoo hat sich damit erweitert, was als ein Erfolg für die Zucht dieser bedrohten Tierart gilt.
Insgesamt ist es der zweite Koala-Nachwuchs im Zoo Zürich seit dem Beginn der Koalahaltung im Jahr 2018. Solche Geburten sind wichtig für den Erhalt der Population in zoologischen Gärten.
Hintergrund zur Koalahaltung in Zürich
Der Zoo Zürich hält seit 2018 Koalas. Die Haltung dieser empfindlichen Tiere erfordert spezielle Bedingungen und viel Fachwissen. Der Zoo leistet damit einen Beitrag zum Artenschutz, indem er sich an internationalen Zuchtprogrammen beteiligt.
Herausforderungen in der Vergangenheit
Die Koalahaltung im Zoo Zürich war in der Vergangenheit mit einigen Herausforderungen verbunden. Mehrere Koalas starben in den letzten Jahren an Krankheiten, was die Zuchtbemühungen erschwerte.
- 2023: Koala-Weibchen Maisy musste aufgrund einer langwierigen Krankheit eingeschläfert werden. Untersuchungen zeigten tumoröse Veränderungen.
- 2019 bis 2021: Drei weitere Koalas – Pippa, Mikey und Milo – starben an den Folgen des Koala-Retrovirus.
Das Koala-Retrovirus ist auch in der Natur weit verbreitet und schwächt das Immunsystem der Tiere. Dies macht Koalas anfälliger für andere Krankheiten und stellt eine Bedrohung für ihre Population dar, sowohl in freier Wildbahn als auch in Zoos.
Trotz dieser Rückschläge ist die erneute Geburt ein positives Zeichen. Sie zeigt, dass der Zoo Zürich weiterhin erfolgreich ist in der Pflege und Zucht dieser faszinierenden Beuteltiere. Die Tierpfleger hoffen auf eine gesunde Entwicklung des Jungtiers.
Besucher können nun mit etwas Glück einen Blick auf das kleine Joey erhaschen, wenn es sich aus dem Beutel seiner Mutter wagt und die Umgebung erkundet. Es ist ein besonderes Erlebnis, diese scheuen Tiere beim Heranwachsen zu beobachten.





