Die Kantonsschule Winterthur, ein architektonisches Wahrzeichen aus dem Jahr 1928, durchläuft derzeit ihre erste umfassende Sanierung seit über 90 Jahren. Diese Arbeiten fördern nicht nur die Modernisierung des Gebäudes, sondern enthüllen auch faszinierende Details über seine Entstehungsgeschichte und die ursprüngliche Vision der Architekten Gebrüder Pfister.
Wichtige Erkenntnisse
- Erste Generalsanierung nach 90 Jahren.
- Architekten Gebrüder Pfister gewannen 1922 den Wettbewerb mit dem Projekt «Zeitgeist».
- Der Bau wurde als monumentale Aufgabe betrachtet.
- Sanierung deckt originale Details und Bauphilosophie auf.
Ein Monumentaler Bau in Winterthur
Der Bau einer Kantonsschule war in den 1920er Jahren eine bedeutende Angelegenheit. Es ging nicht nur um die Schaffung von Bildungsräumen, sondern auch um ein Statement in der Stadtarchitektur. Die Gebrüder Pfister, bekannte Zürcher Architekten, entwarfen ein Gebäude, das diese Ambitionen widerspiegeln sollte.
Ihr Projekt mit dem Namen «Zeitgeist» überzeugte die Jury im Wettbewerb von 1922 vollständig. Sie lobten die harmonische Abstimmung der Gebäudemassen, die trotz einfacher Mittel eine beeindruckende monumentale Wirkung erzielten. Diese ursprüngliche Vision prägt das Gebäude bis heute.
Faktencheck
- Baujahr: 1928
- Architekten: Gebrüder Pfister
- Wettbewerbsgewinn: 1922 mit Projekt «Zeitgeist»
- Letzte grosse Sanierung: Nie zuvor in diesem Umfang
Die Herausforderung der Sanierung
Nach über neun Jahrzehnten intensiver Nutzung war eine umfassende Sanierung unumgänglich. Das Alter des Gebäudes und die strengen Anforderungen an moderne Schulbauten stellten die Planer vor grosse Herausforderungen. Es galt, den historischen Charakter zu bewahren und gleichzeitig die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen.
Die Arbeiten umfassen statische Ertüchtigungen, die Modernisierung der Haustechnik sowie die Erneuerung der Innen- und Aussenbereiche. Dabei werden Materialien und Techniken eingesetzt, die sowohl den Denkmalschutzaspekten gerecht werden als auch energetische Effizienz gewährleisten.
«Die Sanierung ist eine Gratwanderung zwischen Bewahrung und Innovation. Wir wollen die Seele des Gebäudes erhalten, aber es fit für die nächsten hundert Jahre machen.»
— Projektleiter der Sanierung
Überraschende Entdeckungen während der Arbeiten
Die Sanierung bot eine einmalige Gelegenheit, tiefer in die Bausubstanz einzudringen. Dabei stiessen die Bauarbeiter und Denkmalpfleger auf verschiedene Überraschungen. Diese reichten von verborgenen Details der Originalausstattung bis hin zu Erkenntnissen über die damaligen Bauweisen und Materialien.
Solche Funde sind für Historiker und Architekten von unschätzbarem Wert, da sie ein authentisches Bild der Entstehungszeit liefern. Sie erlauben es, die ursprünglichen Absichten der Gebrüder Pfister noch besser zu verstehen und die Qualität ihrer Arbeit zu würdigen.
Hintergrund der Gebrüder Pfister
Die Gebrüder Pfister waren eine prägende Architektenfamilie in der Schweizer Architektur des 20. Jahrhunderts. Ihre Arbeiten zeichneten sich durch eine klare Formensprache und oft monumentale Wirkung aus, die dennoch funktional und ästhetisch ansprechend waren. Sie realisierten zahlreiche öffentliche und private Bauten, die bis heute als wichtige Beispiele modernen Schweizer Bauens gelten.
Zukunft der Kantonsschule Winterthur
Mit Abschluss der Sanierung wird die Kantonsschule Winterthur nicht nur ein technisch zeitgemässes, sondern auch ein energetisch optimiertes Gebäude sein. Die Massnahmen tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und den CO2-Fussabdruck der Schule zu reduzieren. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
Gleichzeitig bleibt der historische Wert des Gebäudes erhalten und wird durch die sorgfältige Restaurierung sogar noch hervorgehoben. Die Schüler und Lehrkräfte können sich auf moderne Unterrichtsräume freuen, die in einem Umfeld von historischer Bedeutung liegen.
Die Investitionen in die Sanierung sind beträchtlich, zahlen sich aber langfristig aus. Sie sichern den Bestand eines wichtigen Bildungsstandortes und eines architektonischen Juwels für kommende Generationen. Es ist ein Bekenntnis zur Bildung und zum Erhalt des kulturellen Erbes der Stadt Winterthur.
- Moderne Infrastruktur: Neue Haustechnik und optimierte Klassenzimmer.
- Energieeffizienz: Reduzierter Verbrauch und geringere Emissionen.
- Denkmalschutz: Erhalt und Würdigung der historischen Substanz.
- Langfristige Investition: Sicherung des Bildungsstandortes für die Zukunft.





