Das geplante Wohnhochhaus Rocket im Winterthurer Lokstadt-Areal, ein zentrales Projekt für die städtische Entwicklung, wird entgegen ursprünglicher Pläne nicht in Holzbauweise realisiert. Die Bauherrschaft hat sich aus verschiedenen Gründen für eine Konstruktion aus Beton entschieden, was eine signifikante Änderung für das 100 Meter hohe Gebäude darstellt.
Wichtige Erkenntnisse
- Das Hochhaus Rocket in Winterthur wird aus Beton statt Holz gebaut.
- Ursprüngliche Pläne sahen eine Holz-Hybridkonstruktion vor.
- Das Gebäude ist als markantes Wahrzeichen des Lokstadt-Areals konzipiert.
Lokstadt-Areal: Eine Vision im Wandel
Das Lokstadt-Areal in Winterthur durchläuft eine umfassende Transformation. Es entwickelt sich zu einem lebendigen Stadtteil. Zahlreiche Neubauten prägen das Bild. Eines der ambitioniertesten Projekte ist das Wohnhochhaus Rocket, das die Skyline Winterthurs neu definieren soll. Die ersten Visualisierungen zeigten ein Gebäude, das Innovation und Nachhaltigkeit durch seine Holzkonstruktion symbolisierte.
Die Entscheidung für eine Holzbauweise war ein zentraler Bestandteil der ursprünglichen Vision. Sie sollte ein Statement für zukunftsweisendes Bauen setzen. Das Lokstadt-Areal, das einst als Industriestandort diente, sollte mit dem Rocket-Hochhaus eine moderne und umweltfreundliche Identität erhalten. Diese Pläne haben sich nun geändert.
Faktencheck
- Das Hochhaus Rocket soll 100 Meter hoch werden.
- Es ist als Wohngebäude konzipiert.
- Das Lokstadt-Areal ist ein ehemaliges Industriegebiet in Winterthur.
Die Gründe für den Materialwechsel
Die Bauherrschaft hat sich nach eingehender Prüfung dazu entschlossen, das Hochhaus Rocket vollständig in Beton zu errichten. Diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Mehrere Faktoren spielten dabei eine Rolle. Es geht um statische Anforderungen und die Wirtschaftlichkeit des Projekts.
Die ursprüngliche Holz-Hybridkonstruktion hätte besondere Herausforderungen mit sich gebracht. Bei einem Gebäude dieser Höhe sind die Anforderungen an die Tragfähigkeit und die Brandsicherheit extrem hoch. Holz als Baustoff bietet viele Vorteile, stösst aber bei sehr hohen Gebäuden an technische und regulatorische Grenzen. Insbesondere die Erschütterungsempfindlichkeit und die aufwendige Brandschutztechnik bei Holzhochhäusern stellten eine Hürde dar.
„Die Entscheidung für Beton wurde nach sorgfältiger Abwägung technischer, wirtschaftlicher und sicherheitsrelevanter Aspekte getroffen“, erklärte ein Sprecher der Bauherrschaft.
Dies ist eine direkte Reaktion auf die komplexen Anforderungen, die ein 100 Meter hohes Wohngebäude mit sich bringt. Die Anpassung des Baukonzepts soll die Realisierbarkeit und die langfristige Stabilität des Hochhauses gewährleisten.
Hintergrundinformationen
Holzbauweise erlebt in der Schweiz einen Aufschwung, besonders im Wohnungsbau und bei mittleren Gebäuden. Sie wird oft für ihre Nachhaltigkeit und positive CO2-Bilanz gelobt. Hochhäuser aus Holz sind jedoch noch selten und erfordern spezielle Ingenieurslösungen sowie umfassende Brandschutzkonzepte. Projekte wie der «Tour Bois-le-Prêtre» in Paris oder der «HoHo Wien» zeigen, dass Holzhochhäuser möglich sind, aber mit erheblichen technischen und finanziellen Mehraufwänden verbunden sein können.
Auswirkungen auf das Stadtbild und die Nachhaltigkeit
Die Änderung des Baumaterials von Holz zu Beton wird das äussere Erscheinungsbild des Hochhauses Rocket beeinflussen. Ursprüngliche Visualisierungen zeigten eine Fassade, die die Holzkonstruktion teilweise sichtbar machte und dem Gebäude eine natürliche Ästhetik verlieh. Mit der Betonbauweise könnte das Design nun anders ausfallen.
Auch die Nachhaltigkeitsbilanz des Projekts wird neu bewertet werden müssen. Holz gilt als nachwachsender Rohstoff und CO2-Speicher. Beton hingegen ist energieintensiver in der Herstellung, bietet aber eine hohe Dauerhaftigkeit und Widerstandsfähigkeit. Moderne Betonkonstruktionen können durch den Einsatz von Recyclingmaterialien und optimierten Produktionsprozessen ebenfalls nachhaltiger gestaltet werden.
Die Bauherrschaft betont, dass die Nachhaltigkeitsziele des Lokstadt-Areals weiterhin Priorität haben. Es werden andere Massnahmen ergriffen, um den ökologischen Fussabdruck des Gesamtprojekts zu minimieren. Dazu gehören energieeffiziente Haustechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Projekt bleibt ein wichtiger Bestandteil der städtischen Entwicklung Winterthurs.
Zukünftige Entwicklung des Lokstadt-Areals
Das Lokstadt-Areal ist ein Grossvorhaben, das bis 2030 abgeschlossen sein soll. Es umfasst nicht nur das Hochhaus Rocket, sondern eine Vielzahl weiterer Wohn- und Geschäftsbauten. Ziel ist es, ein urbanes Quartier zu schaffen, das Arbeiten, Wohnen und Freizeit miteinander verbindet. Die Entwicklung des Areals soll die Attraktivität Winterthurs als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter steigern.
Die Planänderung für das Hochhaus Rocket ist ein Beispiel dafür, wie Bauprojekte dieser Grössenordnung dynamisch sind. Es zeigt, dass sich die Bauherrschaft an neue Erkenntnisse und Herausforderungen anpasst. Die Realisierung eines so hohen Gebäudes erfordert stets flexible Lösungen. Das Projekt wird weiterhin genau beobachtet, da es einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Gestalt Winterthurs leistet.
- Das Lokstadt-Areal wird ein vielfältiges Nutzungskonzept haben.
- Es entstehen neue Wohnungen und Arbeitsplätze.
- Die Fertigstellung des Areals ist für das Jahr 2030 geplant.
Trotz der Materialänderung bleibt das Hochhaus Rocket ein Symbol für die Modernisierung und das Wachstum Winterthurs. Es wird ein markantes Gebäude sein, das das Stadtbild prägt. Die Stadt Winterthur freut sich auf die Fertigstellung dieses ambitionierten Projekts.
Die Bauarbeiten am Lokstadt-Areal schreiten stetig voran. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass das Hochhaus Rocket auch in Betonbauweise ein architektonisches Highlight wird. Es wird den Bewohnern und der Stadt einen grossen Mehrwert bieten. Die Öffentlichkeit wird über weitere Entwicklungen informiert.





