Die Gemeinde Marthalen hat am Sonntag eine wichtige Änderung ihres Bau- und Zonenplans genehmigt. Nach 15 Jahren ohne Anpassungen ebnet die Stimmbevölkerung den Weg für neue Entwicklungen. Besonders die Umzonung einer Kulturlandfläche nahe der A4 steht im Fokus, da sich die Gemeinde hier die Ansiedlung neuer Firmen erhofft.
Wichtige Punkte
- Marthalen hat Bau- und Zonenplanänderung angenommen.
- Die Änderung ist die erste seit 15 Jahren.
- Umzonung von Kulturland in Seeben soll neue Firmen anziehen.
- Kernzonenpläne von Marthalen und Ellikon wurden überarbeitet.
- Die Stimmbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.
Klarer Entscheid für neue Perspektiven
Die Bürgerinnen und Bürger von Marthalen haben sich mit 54,6 Prozent der Stimmen für die Anpassung des Bau- und Zonenplans ausgesprochen. Insgesamt wurden 379 Ja-Stimmen und 315 Nein-Stimmen abgegeben. Dieser Entscheid markiert einen Wendepunkt für die Entwicklung der Gemeinde und spiegelt den Wunsch nach Fortschritt wider.
Die Stimmbeteiligung lag bei 50,1 Prozent, was für eine kommunale Abstimmung als solide gilt. Das Ergebnis zeigt, dass die Bevölkerung die Bedeutung dieser Vorlage erkannt und sich aktiv an der Gestaltung der Zukunft beteiligt hat.
Abstimmungsergebnisse im Überblick
- Ja-Stimmen: 379 (54,6%)
- Nein-Stimmen: 315 (45,4%)
- Stimmbeteiligung: 50,1%
Strategische Umzonung für Wirtschaftswachstum
Die wohl bedeutendste Änderung des Plans ist die Teil-Neueinzonung der Kulturlandfläche Seeben. Dieses Gebiet liegt strategisch günstig nahe der Autobahn A4. Die Gemeindeverwaltung verspricht sich von dieser Umzonung die Ansiedlung neuer Unternehmen und damit eine Stärkung der lokalen Wirtschaft sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Die Nähe zur A4 bietet optimale Bedingungen für Logistik und Erreichbarkeit, was für potenzielle Firmen ein entscheidender Faktor sein dürfte. Die Entwicklung dieses Areals könnte Marthalen zu einem attraktiveren Wirtschaftsstandort machen.
„Dieser Entscheid ist ein klares Zeichen unserer Bevölkerung, dass wir uns weiterentwickeln wollen. Die Umzonung in Seeben ist ein zentraler Pfeiler für unser zukünftiges Wirtschaftswachstum.“
Umfassende Überarbeitung nach langer Zeit
Es ist das erste Mal seit 15 Jahren, dass Marthalen seinen Bau- und Zonenplan umfassend überarbeitet hat. Eine solch lange Zeitspanne macht die Notwendigkeit der Anpassungen deutlich. Die Welt verändert sich stetig, und eine moderne Gemeinde muss ihre Planung entsprechend anpassen, um den aktuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Besonderes Augenmerk lag auf den Kernzonenplänen von Marthalen selbst und dem Ortsteil Ellikon. Hier wurden umfassende Anpassungen vorgenommen, um die Attraktivität und Funktionalität dieser zentralen Bereiche zu verbessern. Dies könnte sich positiv auf das Ortsbild und die Lebensqualität auswirken.
Was ist ein Bau- und Zonenplan?
Ein Bau- und Zonenplan regelt die Nutzung des Bodens innerhalb einer Gemeinde. Er legt fest, wo gebaut werden darf, welche Art von Gebäuden zulässig ist (z.B. Wohnen, Gewerbe, Industrie) und wie hoch diese sein dürfen. Auch Grünflächen und Erholungsgebiete werden darin definiert. Der Plan ist ein wichtiges Instrument für die nachhaltige Entwicklung einer Gemeinde.
Auswirkungen auf das Gemeindeleben
Die Zustimmung zu diesem neuen Plan könnte weitreichende Auswirkungen auf das Gemeindeleben in Marthalen haben. Die Ansiedlung neuer Unternehmen bedeutet nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern auch eine potenzielle Zunahme der Bevölkerung und eine erhöhte Nachfrage nach Infrastruktur.
Es wird wichtig sein, wie die Gemeinde diese Entwicklungen steuert. Eine sorgfältige Planung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Wachstum im Einklang mit den Bedürfnissen der Bewohner und der Umwelt erfolgt.
Zukünftige Herausforderungen
- Integration neuer Firmen und Arbeitskräfte.
- Anpassung der Infrastruktur (Strassen, Schulen, Dienstleistungen).
- Erhalt der Lebensqualität und des ländlichen Charakters.
- Nachhaltige Nutzung der Ressourcen.
Die Überarbeitung der Kernzonenpläne zielt darauf ab, die Dorfkerne attraktiver zu gestalten. Dies kann die Entwicklung kleinerer Geschäfte, Cafés und Treffpunkte fördern, die das soziale Leben bereichern. Eine lebendige Dorfmitte ist oft ein Zeichen für eine gesunde Gemeinschaft.
Die Gemeinde Marthalen steht nun vor der Aufgabe, die beschlossenen Änderungen zügig umzusetzen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und der Bevölkerung, um die Chancen optimal zu nutzen und mögliche Herausforderungen proaktiv anzugehen.





