Eine Delegation angehender Urner Ärztinnen und Ärzte des Netzwerks «uriMed – Junges Ärztenetzwerk Uri» hat am Freitag, den 28. November 2025, den Rega-Stützpunkt am Flughafen Zürich besucht. Ziel des Treffens war es, den zukünftigen Medizinern einen tiefen Einblick in die komplexe Welt der Luftrettung zu geben und sie für eine spätere Tätigkeit im Kanton Uri zu motivieren. Die Veranstaltung bot umfassende Informationen über die medizinischen, organisatorischen und technischen Aspekte der Rega-Arbeit.
Wichtige Erkenntnisse
- Angehende Urner Ärzte besuchten Rega-Center in Zürich.
- Umfassender Einblick in Luftrettung und Notfallmedizin.
- Förderung des medizinischen Nachwuchses für den Kanton Uri.
- Diskussion über Fachrichtungen und persönliche Leidenschaften in der Medizin.
Einblicke in die Luftrettung und den Rega-Betrieb
Die Veranstaltung begann mit einer rund zweistündigen Führung durch das Rega-Center. Ein einführender Film zeigte die vielfältigen Aufgaben der Luftrettung. Die Teilnehmer erhielten so einen ersten Eindruck von der Bedeutung und den Herausforderungen dieses spezialisierten medizinischen Bereichs.
Philipp Simmen, Leiter Helikopter Einsatz, informierte in einem Referat über die Organisation und die komplexen Abläufe der Luftrettung. Er beleuchtete die besonderen Herausforderungen, die der Einsatz von Helikoptern und Jets in Notfallsituationen mit sich bringt. Dazu gehören schnelle Reaktionszeiten, Wetterbedingungen und die Koordination mit anderen Rettungsdiensten.
Faktencheck Rega
- Die Rega ist eine private, gemeinnützige Stiftung für Luftrettung.
- Sie transportiert jährlich Tausende von Patienten in der Schweiz und aus dem Ausland.
- Rega-Crews bestehen aus Piloten, Rettungssanitätern und Notärzten.
Hangar und Einsatzleitzentrale hautnah
Ein Höhepunkt des Besuchs war die Besichtigung des Hangars, wo die Einsatzhelikopter und -jets der Rega stationiert sind. Die angehenden Ärzte konnten die modernen Fluggeräte aus nächster Nähe betrachten. Dies ermöglichte ein besseres Verständnis für die technischen Anforderungen und die logistische Planung der Luftrettungseinsätze.
Anschliessend führte der Weg in die Einsatzleitzentrale. Hier erleben die Medizinstudenten, wie Notrufe eingehen und Einsätze koordiniert werden. Die Zentrale ist das Herzstück der Rega, von dem aus alle Operationen gesteuert werden. Die Komplexität der Abläufe und die Präzision der Koordination beeindruckten die Besucher.
Notfallmedizin und Karrierewege bei der Rega
Nach den technischen und organisatorischen Einblicken folgte ein medizinisches Referat von Marcel von Dach, Flugarzt Jet. Unter dem Titel «Faszination Notfallmedizin» sprach er über das spezifische Anforderungsprofil für Mediziner bei der Rega. Er betonte, dass neben fachlicher Kompetenz auch persönliche Eigenschaften wie Belastbarkeit, Teamfähigkeit und schnelle Entscheidungsfindung entscheidend sind.
«Folgen Sie Ihrem Herzen und finden Sie heraus, für welche Fachrichtung Sie wirklich brennen», riet Marcel von Dach den jungen Medizinern.
Er illustrierte seine Ausführungen mit eindrücklichen Fallbeispielen aus der Praxis der aviatischen Notfallmedizin. Diese zeigten den Teilnehmern, wie vielfältig und anspruchsvoll die Arbeit als Rega-Arzt sein kann. Die Kombination aus medizinischer Expertise und der Fähigkeit, unter extremen Bedingungen zu arbeiten, ist dabei essenziell.
Das Gesundheitsnetzwerk Uri
Der Kanton Uri hat das «Gesundheitsnetzwerk Uri» ins Leben gerufen, um die langfristige medizinische Grundversorgung sicherzustellen. «uriMed – Junges Ärztenetzwerk Uri» ist eine Initiative dieses Netzwerks, die junge Urnerinnen und Urner während ihres Medizinstudiums und der Assistenzzeit unterstützt. Das Ziel ist es, sie für eine ärztliche Tätigkeit im Kanton Uri zu gewinnen.
Zukunftsperspektiven und Austausch
Zum Abschluss der Veranstaltung lud die Rega zu einem Apéro ein. Dies bot den angehenden Medizinern die Gelegenheit, sich direkt mit den Referenten und anderen Rega-Mitarbeitern auszutauschen. Der Blick auf das Flugfeld des Flughafens Zürich lieferte dabei eine passende Kulisse für die Gespräche über zukünftige Karrierewege und die Bedeutung der Notfallmedizin.
Solche Treffen sind wichtig, um den medizinischen Nachwuchs zu fördern und ihnen realistische Einblicke in verschiedene Fachrichtungen zu ermöglichen. Die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion (GSUD) des Kantons Uri organisiert jährlich ein bis zwei uriMed-Veranstaltungen, um diesen Austausch zu gewährleisten und junge Talente für die Region zu gewinnen.
Die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung im Kanton Uri ist ein zentrales Anliegen. Veranstaltungen wie diese tragen dazu bei, dass junge Ärzte eine Bindung zu ihrer Heimat aufbauen und sich vorstellen können, dort ihre berufliche Zukunft zu gestalten. Es geht darum, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Begeisterung für den Arztberuf in der Region zu wecken.





