Drei junge Männer aus Frankreich stehen heute vor dem Bezirksgericht Bülach. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchte Einbrüche in Autogaragen und ein Waffengeschäft vor. Die Fälle ereigneten sich im vergangenen Jahr und führten zu einer verstärkten Polizeipräsenz in der Region Zürich.
Wichtige Punkte
- Drei französische Staatsbürger vor Gericht in Bülach.
- Vorwürfe: Einbruch in Autogaragen und ein Waffengeschäft.
- Forderungen: Freiheitsstrafen und Landesverweis.
- Verhandlungen im abgekürzten Verfahren.
Einbrüche in Wallisellen und Höri
Im September des vergangenen Jahres ereignete sich ein versuchter Einbruch in einem Garagenbetrieb in Wallisellen. Zwei der drei Angeklagten, ein 23-Jähriger und ein 21-Jähriger, sollen an diesem Vorfall beteiligt gewesen sein. Ihr Ziel waren zwei teure BMW-Fahrzeuge, die der Händler online zum Verkauf angeboten hatte.
Die Männer sollen den Auftrag für den Diebstahl von unbekannten Hintermännern erhalten haben. Durch das schnelle Eingreifen der Polizei konnten die Täter jedoch nicht weit flüchten. Sie wurden kurz nach dem Einbruchsversuch gefasst.
«Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte verhinderte den Diebstahl der Luxusfahrzeuge und führte zur Festnahme der mutmasslichen Täter.»
Für diese Tat fordert die Staatsanwaltschaft für beide Männer eine Freiheitsstrafe von 14 Monaten auf Bewährung. Zusätzlich sollen sie für sechs Jahre des Landes verwiesen werden. Dies unterstreicht die Entschlossenheit der Behörden, Kriminaltourismus zu bekämpfen.
Faktencheck
- Ziel der Täter: Hochpreisige BMW-Fahrzeuge.
- Verfahren: Abgekürztes Verfahren, da die Beschuldigten geständig sind.
- Regionale Relevanz: Vermehrte Einbrüche in Garagenbetriebe in der Region Zürich im letzten Jahr.
Versuchter Coup in einem Waffengeschäft
Dem dritten Beschuldigten, ebenfalls 21 Jahre alt, wird ein weiterer Vorfall zur Last gelegt. Er soll Ende Juli 2025 zusammen mit zwei unbekannten Mittätern versucht haben, in ein Waffengeschäft in Höri einzubrechen. Vor diesem versuchten Einbruch stahl er zudem einen Renault Clio und ein Kontrollschild, offenbar als Vorbereitung für die geplante Tat.
Der Einbruchsversuch in Höri scheiterte jedoch. Ein aufmerksamer Nachbar entdeckte die drei Männer, woraufhin diese die Flucht ergriffen. Auch hier war die Präsenz der Bevölkerung entscheidend für die Verhinderung des Diebstahls.
Im Urteilsvorschlag für diesen 21-Jährigen ist eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten auf Bewährung vorgesehen. Zudem soll er für 10 Jahre des Landes verwiesen werden. Die längere Dauer des Landesverweises spiegelt die Schwere des versuchten Einbruchs in ein Waffengeschäft wider.
Hintergrund
Einbrüche in Autogaragen und Waffengeschäfte sind in der Region Zürich in den letzten Jahren wiederholt vorgekommen. Oftmals handelt es sich dabei um organisierte Banden, die gezielt teure Güter ins Visier nehmen. Die Justiz reagiert auf diese Entwicklung mit harten Strafen, insbesondere auch mit Landesverweisen für ausländische Täter.
Abgekürztes Verfahren und Geständnisse
Die Verhandlungen gegen die drei Beschuldigten finden im abgekürzten Verfahren statt. Dies bedeutet, dass die Männer geständig sind. Sie haben sich bereits im Vorfeld der Gerichtsverhandlung mit der Staatsanwaltschaft auf einen Urteilsvorschlag geeinigt. Dieses Vorgehen kann den Prozess beschleunigen und die Gerichtsressourcen entlasten.
Bleibt es vor Gericht bei diesem Vorschlag, wird das Gericht ihn zum Urteil erheben. Das abgekürzte Verfahren ist ein klares Zeichen dafür, dass die Beweislage als stark eingeschätzt wird und die Angeklagten ihre Schuld eingestehen. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Schweizer Rechtssystems, der bei klarer Sachlage zur Anwendung kommt.
Die Fälle zeigen die anhaltende Herausforderung durch Kriminaltourismus. Die Behörden in der Region Zürich bleiben wachsam. Sie arbeiten intensiv daran, solche Straftaten zu verhindern und Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Kombination aus Freiheitsstrafen und Landesverweisen soll eine abschreckende Wirkung erzielen und die öffentliche Sicherheit gewährleisten.
Auswirkungen auf die Region
Die vermehrten Polizeimeldungen über solche Einbrüche im vergangenen Jahr haben die Bevölkerung und die lokalen Unternehmen sensibilisiert. Garagenbetreiber und Waffenhändler sind angehalten, ihre Sicherheitsmassnahmen zu überprüfen und zu verstärken. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bürgern ist dabei ein entscheidender Faktor für die Prävention.
Die Urteile, die heute in Bülach gefällt werden, senden ein klares Signal. Sie zeigen, dass die Schweizer Justiz entschlossen gegen kriminelle Machenschaften vorgeht. Besonders der Landesverweis soll sicherstellen, dass die Täter nicht erneut in der Schweiz straffällig werden können. Dies dient dem Schutz der lokalen Gemeinschaft und der Wahrung der öffentlichen Ordnung.
- Prävention: Stärkere Sicherheitsvorkehrungen bei betroffenen Unternehmen.
- Zusammenarbeit: Aktiver Austausch zwischen Polizei und Bevölkerung.
- Abschreckung: Harte Strafen sollen weitere Taten verhindern.





