Die Pläne für die neue Pantanal-Voliere im Zoo Zürich stehen vor einer unerwarteten Hürde. Die Verhandlungen zwischen dem Zoo und einer Stahlbaufirma sind gescheitert. Dies betrifft insbesondere die Weiterverwendung bereits produzierter Stahlbogenteile. Die Zukunft des Grossprojekts, das eine beeindruckende südamerikanische Feuchtgebietslandschaft nach Zürich bringen soll, ist nun fraglich.
Wichtige Punkte
- Verhandlungen zum Bau der Pantanal-Voliere gescheitert.
- Problem bei der Weiterverwendung bereits produzierter Stahlbogenteile.
- Finanzielle Uneinigkeiten zwischen Zoo und Stahlbaufirma.
- Stahlteile müssen voraussichtlich eingeschmolzen und neu produziert werden.
- Projektverzögerungen und zusätzliche Kosten sind wahrscheinlich.
Verhandlungen scheitern an finanziellen Differenzen
Die Gespräche über den Bau der Pantanal-Voliere im Zoo Zürich sind zu einem Ende gekommen. Der Zoo und die beteiligte Stahlbaufirma konnten sich nicht einigen. Ein zentraler Streitpunkt war die weitere Nutzung von Stahlbogen-Teilen, die bereits gefertigt wurden.
Der Zoo Zürich bestätigte dies am Mittwoch. Die Bemühungen, eine Lösung für die vorgefertigten Teile zu finden, blieben ohne Erfolg. Dies führt nun zu einer erheblichen Verzögerung des Projekts und zu zusätzlichen Kosten.
"Wir wollten im Rahmen einer Gesamtlösung erreichen, dass die bereits produzierten, aber nicht herausgegebenen Stahlbogen-Teile weiterverwendet werden können", erklärte Zoodirektor Severin Dressen. "Diese Bemühungen scheiterten jedoch insbesondere an unterschiedlichen finanziellen Vorstellungen über die Abgeltung der vorproduzierten Bogen-Teile."
Konsequenzen für das Bauprojekt
Die Weigerung der Stahlbaufirma, die Bogenträger herauszugeben, hat drastische Folgen. Die bereits hergestellten Stahlteile müssen nun voraussichtlich eingeschmolzen werden. Anschliessend muss eine neue Stahlbaufirma beauftragt werden, die Teile neu zu produzieren.
Dies verursacht nicht nur eine erhebliche Verzögerung im Bauablauf. Es bedeutet auch einen finanziellen Mehraufwand für den Zoo Zürich. Die genaue Höhe der zusätzlichen Kosten ist noch nicht bekannt. Experten rechnen jedoch mit einem substanziellen Betrag.
Interessanter Fakt
Das Pantanal in Südamerika ist das grösste Feuchtgebiet der Welt und bekannt für seine aussergewöhnliche Artenvielfalt. Die geplante Voliere im Zoo Zürich soll diesen einzigartigen Lebensraum nachbilden.
Hintergrund des "Pantanal"-Projekts
Die Pantanal-Voliere ist ein ambitioniertes Projekt des Zoo Zürich. Sie soll eine grosszügige Anlage werden, die den Besuchern die Tier- und Pflanzenwelt des südamerikanischen Pantanals näherbringt. Die Voliere ist als Teil der Strategie des Zoos geplant, bedrohte Tierarten zu schützen und Bildung über globale Ökosysteme zu vermitteln.
Die Anlage sollte ursprünglich eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern umfassen. Sie ist als begehbare Voliere konzipiert, in der Vögel frei fliegen und andere Tiere in einer naturnahen Umgebung leben können.
Bedeutung für den Artenschutz
Die Pantanal-Region ist ein Hotspot der Biodiversität. Viele Tierarten sind dort beheimatet, darunter der Hyazinth-Ara, der Jaguar und der Riesenotter. Eine Nachbildung dieses Lebensraums im Zoo Zürich hätte eine wichtige Rolle im Artenschutz spielen können.
Der Zoo Zürich engagiert sich seit Jahren für den Schutz bedrohter Arten weltweit. Projekte wie die Pantanal-Voliere sollen das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Artenschutzes schärfen und konkrete Beiträge zur Erhaltung leisten.
Hintergrundinformation
Der Zoo Zürich hat in den letzten Jahren mehrere grosse Anlagen eröffnet, darunter die Lewa Savanne und der "Masoala Regenwald". Diese Projekte haben den Zoo zu einem der führenden Zoos in Europa gemacht und tragen zur Erhaltung der Artenvielfalt bei.
Nächste Schritte und Ausblick
Nach dem Scheitern der Verhandlungen muss der Zoo Zürich nun neu planen. Es gilt, eine neue Stahlbaufirma zu finden und die Produktion der benötigten Stahlteile erneut zu beauftragen. Dies wird Zeit in Anspruch nehmen und das Gesamtprojekt verzögern.
Zoodirektor Severin Dressen äusserte sich enttäuscht über die Entwicklung. Er betonte jedoch, dass der Zoo weiterhin am Projekt festhalte. Die Vision einer Pantanal-Voliere bleibe bestehen, auch wenn der Weg dorthin nun steiniger wird.
Finanzielle Auswirkungen
- Erhöhte Baukosten durch Neuproduktion der Stahlteile.
- Mögliche Vertragsstrafen oder zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der gescheiterten Vereinbarung.
- Verzögerung der Einnahmen, die durch die Eröffnung der neuen Attraktion generiert werden sollten.
- Anpassung des Gesamtbudgets für das Projekt.
Die genauen finanziellen und zeitlichen Auswirkungen werden in den kommenden Wochen und Monaten präzisiert. Der Zoo Zürich steht vor der Herausforderung, dieses ambitionierte Projekt trotz der Rückschläge erfolgreich umzusetzen. Die Öffentlichkeit wird über die weiteren Schritte informiert werden.





